Natur(a) erleben

Entdeckertour 5

Bachauen, Teiche und Waldwiesen der westlichen Dahlener Heide bei Ochsensaal

Die Dahlener Heide zeichnet sich durch ein vielgestaltiges Relief aus, welches durch die Eiszeit geformt wurde. Bedingt durch ihre herausgehobene Lage ist die Heide Quellgebiet für zahlreiche Bäche. Auf dieser Entdeckertour folgen wir den bewaldeten Bachauen dieser Quellareale. Teiche und Waldwiesen öffnen den Blick und laden zum Verweilen und Natur beobachten ein.
Entdecken Sie auf der 5 km langen Route (Teilstrecken möglich) die Flora und Fauna des FFH-Gebietes „Lossa und Nebengewässer“.
Wie der Name bereits verrät, erstreckt sich das FFH-Gebiet überwiegend linear entlang des Flusses Lossa und seiner Zuflüsse. Es stellt eine Verbindung dar zwischen der Mittleren Mulde (Mündung der Lossa) und der Dahlener Heide (Quelle des Lossabachs und des Göppertsbachs) bzw. dem Wermsdorfer Forst (Quelle der Lossa). Die Gewässerstrukturen bilden mit den begleitenden Uferstaudenfluren, angrenzenden Frischwiesen und Erlenbrüchen optimale Voraussetzungen als Lebensraum für den Fischotter.
Mehrfach ist das strukturreiche Bachsystem zu Teichen aufgestaut, welche heute teilweise ausgedehnte Verlandungsbereiche mit Röhricht und Seggenried aufweisen. Mit ihren Vorkommen an seltenen Tier- und Pflanzenarten weisen die als Lebensraumtyp Eutrophe1 bzw. Oligo- bis mesotrophe2 Stillgewässer ausgewiesenen Teiche eine überregionale Bedeutung auf. Der Markusteich besitzt dabei im Besonderen als Lebensraum für die Große Moosjungfer, einer stark gefährdeten Libellenart, sowie den Kammmolch einen hohen Stellenwert.
Charakteristisch für das FFH-Gebiet ist die Dominanz des Offenlandes. Grünlandbestände nehmen einen großen Flächenanteil ein.  Jedoch werden viele Wiesen intensiv bewirtschaftet. Artenreiche, den Lebensraumtypen Flachland-Mähwiese oder Pfeifengraswiese zugeordnete, Flächen sind nur kleinteilig vorhanden.
Im Bereich der Entdeckertour, der westlichen Dahlener Heide, dominiert der Waldanteil. Bezogen auf das gesamte FFH-Gebiet sind Wald-Lebensraumtypen jedoch nur verstreut und kleinflächig als Feldgehölz, bachbegleitend oder an den zahlreichen Teichen, zu finden. Die Gehölzstrukturen bilden für die Fledermausarten Großes Mausohr und Mopsfledermaus eine verbindende Funktion zwischen Jagdhabitaten und Sommerquartieren.
1 nährstoffreich
2 nährstoffarm / im Übergangsstadium befindlich

Webbeschreibung Entdeckertour 5

Entdeckergalerie

Markusteich (Lebensraumtyp Oligo- bis Mesotrophes Stillgewässer, Nebencode Dystrophes Stillgewässer) © Cordula Volkmer
Große Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis) © Lothar Brümmer
Kammmolch (Triturus cristatus) © Rainer Armbruster
Weg vom Parkplatz an der Butterstraße (Wegpunkt1) in den Wald hinein, rechterhand der Dammmühlenteich © Nicole Sieck
Wanderweg © Ulrike Voigt
Wegpunkt 2 Nasswiesenbereich am Lossabach © Ulrike Voigt
zahlreiche Rinnsäle und Bäche kreuzen den Wanderweg © Ulrike Voigt
Wegpunkt 3 ebenerdige Brücke über den Lossabach © Nicole Sieck
Lossabach, Blick von der Brücke © Nicole Sieck
Fischotter (Lutra lutra) © Steffen Spänig
Wanderweg © Ulrike Voigt
Wegpunkt 5 Mühlteich in Ochsensaal, Wegweiser Richtung Markusteich © Nicole Sieck
Gewöhnlicher Teufelsabbiss (Succisa pratensis) mit Distelfalter (Vanessa cardui) © Cordula Volkmer
Wegpunkt 6 Wegekreuzung © Nicole Sieck
Zeitzeuge ehemaliger Harzgewinnung © Ulrike Voigt
Wegpunkt 7 Krummer Teich (Lebensraumtyp Eutrophes Stillgewässer) © Ulrike Voigt
Ein Eldorado nicht nur für Libellen © Ulrike Voigt
Wiese zwischen Krummer Teich und Börlner Weg im Sommer (Lebensraumtyp Flachland Mähwiese) © Ulrike Voigt
Wegpunkt 8 Dammmühlenteich © Ulrike Voigt