Natur(a) wissen

Natura 2000

NATURA 2000 ist der Schlüssel zur Bewahrung der biologischen Vielfalt Europas.

Mit dem Schutzgebietssystem NATURA 2000 haben sich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union gemeinsam das große Ziel gesetzt, den Fortbestand gefährdeter Arten und Lebensräume zu sichern und damit die biologische Vielfalt als Teil des Naturerbes für die kommenden Generationen zu bewahren.
Auf diese Weise wird der Schutz von über 200 bedrohten Lebensraumtypen und mehr als 1.000 gefährdeten Tier- und Pflanzenarten gewähreistet - europweit und dirket vor unserer Haustür.

NATURA 2000 ist der Entschluss zu einer nachaltigen Naturschutzpolitik.

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Tiere und Pflanzen kennen keine Ländergrenzen, sondern orientieren sich in ihrer Verbreitung an bevorzugten Standortbedingungen, beispielsweise an zusammenhängenden Waldgebieten oder Flussläufen. Um sie und ihre Lebensräume zu schützen und vor Zerschneidung zu bewahren, ist eine enge und vor allem grenzüberschreitende Zusammenarbeit notwendig.

Die rechtliche Grundlage bilden zwei EU-Richtlinien:
die FFH-Richtlinie und die Vogelschutzrichtlinie.
Beide Richtlinien wurden einstimmige beschlossen und sind damit für alle Mitgliedsstaaten verpflichtend.

NATURA 2000 ist die Bezeichnung für ein weltweit einzigartiges Schutzgebietsnetz.

Die auf Grundlage der EU-Richtlinien ausgewiesenen Besonderen Schutzgebiete werden als FFH-Gebiete (engl. Special Area of Conservation, SAC) und Vogelschutzgebiete (engl. Special Protection Area, SPA) bezeichnet. FFH ist die Abkürzung für Flora-Fauna-Habitat und benennt somit ein Schutzgebiet für Pflanzen, Tiere und deren Lebensräume. Gemeinsam mit den Vogelschutzgebieten bilden sie das europäische Schutzgebietsnetz NATURA 2000.

Verschiedene Anhänge der EU-Richtlinien führen die Arten und Lebensraumtypen auf, die besonders schützenswert sind und deren Erhalt durch das Schutzgebietssystem gesichert werden soll. Alle Mitgliedsstaaten tragen so entsprechend ihrer Naturausstattung zur Bewahrung des gemeinsamen Naturerbens bei.

NATURA 2000 ist das weltweit größte Schutzgebietsnetz. Wie ein Netz des Lebens zieht es sich durch Europa und bedeckt 18% der Landesfläche und 6% der Meeresfläche der EU. Für die Umsetzung von NATURA 2000 in Deutschland sind die Bundesländer verantwortlich. Der Freistaat Sachsen wählte zunächst entsprechende Gebiete aus und meldete sie an das zuständige Bundesministerium. Nach der Abstimmung durch die Europäische Kommission gibt es nun in Sachsen insgesamt 347 dieser europäischen Schutzgebiete, 43 davon im Landkreis Nordsachsen.

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Weitere Informationen: Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

 

Die 43 Schutzgebiete im Landkreis Nordsachsen teilen sich in 32 FFH- sowie 11 Vogelschutzgebiete auf.
Im Projektgebiet, dem Altkreis Torgau-Oschatz, liegen 17 FFH- und 5 Vogelschutzgebiete.

Schwerpunktmäßig konzentriert sich die Arbeit der Netzstelle NATURA 2000 auf folgende ausgewählte Schutzgebiete, die eine große Bandbreite an Arten und Lebensräumen widerspiegeln.

FFH-Gebiete

SAC 55E - Laubwälder der Dahlener Heide

SAC 59E - Großer Teich Torgau und benachbarte Teiche

SAC 64E - Elbtal zwischen Mühlberg und Greudnitz

SAC 191 - Dünengebiet Dautzschen-Döbrichau

SAC 192 - Elbtalhänge Burckhardshof

SAC 193 - Dommitzscher Grenzbachgebiet

SAC 196 - Presseler Heidewald- und Moorgebiet

SAC 198 - Lossa und Nebengewässer

SAC 201 - Dahle und Tauschke

SAC 202 - Wermsdorfer Waldteichkette

SAC 204 - Döllnitz und Mutzschener Wasser

SAC 205 - Collmberg und Oschatzer Kirchenwald

 

Vogelschutzgebiete

SPA 20 - Dübener Heide

SPA 21 - Dahlener Heide

SPA 23 - Wermsdorfer Teich- und Waldgebiet

SPA 25 - Elbaue und Teichgebiete bei Torgau

 

Weinske und Alte Elbe Mockritz (FFH-Gebiet "Elbtal zwischen Mühlberg und Greudnitz")